FERRUM 03/2018

03 / 2018 4 NACHRICHTEN Die rheinland-pfälzischen Weinbaubetriebe ha- ben im vergangen Jahr 4,9 Millionen Hektoliter Wein und Most produziert. Gegenüber dem Vorjahr wurden 16 Prozent weniger gekeltert. Grund sind Spätfröste, die zu erheblichen Schäden geführt haben. Die meisten Trauben kamen aus der Pfalz, dicht gefolgt vom Anbaugebiet Rheinhessen. Deut- lich geringere Mengen stammen von der Mosel, der Nahe und der Ahr. Es gibt übrigens sechs An- baugebiete in der Pfalz. Daher nicht in der Top 5: Der Mittelrhein mit einem Anteil von 0,4 Prozent. Rheinhessen: 40,2 % Pfalz: 42,5 % Mosel 10,5 % TOP-5 Pfalz hat die Nase vorn Eine Branche auf Wachstumskurs M+E-Industrie Weinbau 2017 war ein gutes Jahr für die Metall- und Elektrounternehmen. 2018 hält der Trend an. Foto: Adobe Stock Lahm, besser, gut und klasse: So sah das Jahr 2017 für die deutsche Metall- und Elektro- industrie (M+E) aus. Sie star- tete schwach in das Jahr, ge- wann ab dem zweiten Quartal an Schwung und konnte anschlie- ßend weiter an Dynamik zulegen. Im vierten Quartal lag die Pro- duktion der M+E-Unternehmen schließlich um 6,5 Prozent über der des Vorjahreszeitraums. Obwohl das Jahr 2017 weniger Arbeitstage hatte als das Jahr 2016, ist es der M+E-Industrie gelungen, das Wachstumstempo deutlich zu steigern. Der Maschinenbau wächst wieder Im Jahresdurchschnitt 2017 fiel die Produktion in der M+E-In- dustrie um 3,6 Prozent höher aus als im Vorjahr. Auch die Kapazi- tätsauslastung ist 2017 stetig gestiegen – sie erreichte im vier- ten Quartal sogar wieder das vor der Krise von 2008/2009 ver- zeichnete Niveau. Am Produktionsplus wa- ren alle großen Branchen der M+E-Industrie beteiligt: Der ge- samte Fahrzeugbau (2,3 Pro- zent), die Metallerzeugnisse (4,4 Prozent) und die Elektroindustrie (5,1 Prozent) lagen deutlich im Plus, und auch der Maschinenbau konnte mit guten Nachrichten punkten – als die Investitionsgü- terbranche schlechthin konnte er die jahrelange Stagnation hinter sich lassen und steigerte seine Produktion um 3,7 Prozent ge- genüber dem Vorjahr. Deutlich stärker als die Pro- duktion stieg der Umsatz der M+E-Industrie: nämlich um sechs Prozent. Die M+E-Unter- nehmen verkauften 2017 im In- und Ausland Produkte im Wert von 1,16 Billionen Euro. Größter Absatzmarkt für die M+E-Indus- trie war auch 2017 Europa mit einem Anteil von 62,2 Prozent. Auf die EU-Länder entfielen 53,4 Prozent aller Exporte und auf die Länder des Euroraums 31,7 Pro- zent. Nord- und Südamerika ha- ben mit einem Exportanteil von 14,1 Prozent leicht an Bedeutung verloren, Asien konnte seine Po- sition als zweitwichtigster Markt (20,5 %) ausbauen. Eine Branche, die wächst, stellt meist neue Mitarbeiter ein (siehe Grafik): Die M+E-Indust- rie hat 2017 noch einmal 85.500 Arbeitsplätze zusätzlich besetzt. Seit der Krise 2008/2009 haben die M+E-Unternehmen so rund 513.000 Arbeitsplätze geschaf- fen. Und es dürften noch mehr neue Jobs hinzukommen: Die Beschäftigungspläne der Unter- nehmen signalisieren weiterhin die Bereitschaft, neue Mitarbei- ter einzustellen. 4,0 3,9 3,8 3,7 3,6 3,5 3,4 2002 Jan 2018 04 06 08 2010 12 14 16 Betriebe mit 20 oder mehr Beschäftigten; 2017, 2018: vorläufige Zahlen Quellen: Gesamtmetall, Statistisches Bundesamt, IW 3,58 3,95 Beschäftigungsaufbau setzt sich fort

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