FERRUM 06/2017

06 / 2017 4 NACHRICHTEN 30.000 Handwerksbetriebe gibt es in Rhein- land-Pfalz. Das sind etwas weniger als ein Fünftel aller Unternehmen im Land. Das Handwerk erwirt- schaftet einen Umsatz von mehr als 26 Milliarden Euro im Jahr und beschäftigt fast 250.000 Perso- nen in Rheinland-Pfalz. Die Branche ist stark von kleinen und mittleren Unternehmen geprägt. Fast 60 Prozent der Betriebe haben weniger als fünf Mitareiter. Betrachtet man die häufigsten Berufe im rheinland-pfälzischen Handwerk, liegen die Kraft- fahrzeugtechniker mit mehr als 28.000 vorn. TOP-5 Kfz-Techniker vorn Mit Klimaschutz Geld verdienen M+E-Industrie Handwerk Maßnahmen für den Klimaschutz und die Luftreinhaltung verbessern nicht nur die Umwelt, sondern sind auch ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Durch das zunehmende gesell- schaftliche und politische Inter- esse am Schutz der Umwelt und an den endlichen Ressourcen wächst die Nachfrage nach ent- sprechenden Gütern und Dienst- leistungen – und damit die Produktion. Da die Umweltwirt- schaft jedoch eine Querschnitts- branche ist, lässt sie sich statis- tisch nur schwer erfassen. Das Statistische Bundesamt geht in einer Schätzung von knapp 10.000 Betrieben aus, darunter 1.433 Unternehmen der Metall- und Elektroindustrie. Ein Markt von 66 Milliarden Euro Umweltschutzgüter und -dienstleistungen untergliedern sich in zwei Bereiche: Zum einen umfassen sie all jene Maßnah- men, mit denen sich Umweltver- schmutzungen vermeiden, re- duzieren und beseitigen lassen; und zum anderen beinhalten sie Maßnahmen, die der Bewahrung und Instandhaltung der natürli- chen Ressourcen dienen. In Deutschland wurden 2015 insgesamt rund 66 Milliarden Euro mit Produkten und Dienst- leistungen für den Umweltschutz umgesetzt – davon entfielen 40 Milliarden Euro auf die M+E-In- dustrie. Die größten Umsätze brachten energieeffiziente An- triebs- und Steuerungstechniken mit 8,6 Milliarden Euro sowie die Onshore-Windkraft mit 7,4 Milli- arden Euro. In Sachen Umweltschutz sind die vom Statistischen Bun- desamt befragten 674 Unter- nehmen des Maschinenbaus mit Abstand die umsatzstärks- te M+E-Branche. Darunter be- finden sich sowohl auf Um- weltschutzgüter spezialisierte Maschinenbauer als auch Be- triebe, die nur einen kleinen Teil ihres Umsatzes mit dem Um- weltschutz verdienen. Mit rund 24,6 Milliarden Euro erwirtschaf- tete der Maschinenbau 2015 gut 60 Prozent des gesamten Umsatzes der M+E-Industrie mit Umweltschutzgütern (Gra- fik). Platz zwei geht an die Auto- mobilhersteller, und dort sind es vor allem die Hersteller von Tei- len und Zubehör für Kraftwagen, die den Großteil des Umsatzes mit Umweltschutzgütern gene- rieren (4,5 Mrd. € von insgesamt 5 Mrd. €). Die Hersteller von elek- trischen Ausrüstungen, Platz drei, machen gut 80 Prozent ihres Um- satzes mit Elektromotoren, Gene- ratoren, Transformatoren sowie mit Elektrizitätsverteilungs- und -schalteinrichtungen. Kraftfahrzeugtechniker 28.222 Bäcker 20.298 Elektrotechniker 20.615 Quellen: Statistisches Bundesamt, IW Köln M+E-Industrie: Milliardengeschäft Umweltschutz Umsatz in Millionen Euro im Jahr 2015 Foto: Fotolia Umweltschutz insgesamt Darunter: Klimaschutz Luft- reinhaltung Maschinenbau 24.633 16.703 2.945 Kraftwagen und Kraftwagenteile 4.980 589 1.103 Elektrische Ausrüstungen 3.646 3.219 143 Metallerzeugnisse 3.303 1.644 1.040 Datenverarbeitungsgeräte 2.554 1.457 512 Metallerzeugung und -bearbeitung 948 732 60 Sonstiger Fahrzeugbau 56 41 k. A. M+E-Industrie insgesamt 40.119 24.386 5.803

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